Vollversammlung der Gemeinschaft Evangelischer Kirchen Europas (GEKE / CPCE) vom 13. bis 18. September 2018 in Basel

For English speaking folks: Please have a look at the main papers (Summary: third from top) about the General assembly of the CPCE which can be found here.

Unter dem Slogan Befreit – verbunden – engagiert tagten die Delegierten aus 105 Mitgliedskirchen im Basler Münster. Es war beeindruckend, eine Kirche als Tagungsort zu erleben – Andachten und Debatten im selben Raum. Zukunftsweisend!

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Mein Eindruck: Es gab keine bahnbrechenden Ergebnisse. Aber allein die Tatsache, dass die Vertreterinnen und Vertreter so unterschiedlicher Kirchen aus ganz Europa miteinander tagen, Erfahrungen (auch politische) austauschen und um eine gemeinsame Linie ringen, ist wichtig genug: Es gilt, die Balance auszuhalten zwischen einer Kirchengemeinschaft einerseits und den Interessen der einzelnen Kirchen andererseits – ganz ähnlich, wie das bei der Europäischen Union der Fall ist.

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Ergebnisse aus der Konferenz, die für die Lutherische Kirche in Irland interessant sind:

  • Die Evangelisch-Lutherische Kirche Lettlands im Ausland ist als neues Mitglied der GEKE aufgenommen worden. Das ist erfreulich, sind sie doch bei uns in Dublin jeden Sonntag um 14 Uhr mit einem Gottesdienst zu Gast.
  • Reformationsjubiläum 2017: Das entstandene Netzwerk aus Reformationsstädten und aus Orten, die vom Stationenmobil „Stories on the Road“ angefahren wurden (dazu gehört auch Dublin), soll weiter ausgebaut werden.
  • Mit Kardinal Koch, dem Vorsitzenden des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Kirchen wird eine Verpflichtung zu einem intensiven Dialog unterzeichnet.
  • Ein gemeinsames statement zu einhundert Jahre Ende des ersten Weltkriegs wird verabschiedet, was beeindruckend ist angesichts der so unterschiedlichen Geschichte der einzelnen europäischen Länder und Kirchen.

Ein besonderer Abend wider die Europäische Krankheit der Angst war der Vortragsabend mit Andrea Riccardi, ehemals Außenminister in Italien. Er sagt: Die typische Krankheit Europas ist die Angst, und die Christen müssen aufpassen, dass sie sich davon nicht anstecken lassen. Nationalismus und Radikalismus sind Folgen dieser Angst. Unsere Gesellschaft des Geldes erzeugt einen grauen Nebel. Unsere Antwort darauf ist das Evangelium: In der Schwachheit bin ich stark, weil meine Kraft nicht von mir kommt. Es gilt, die Liebe Christi neu zu entdecken und weiter zu schenken. Weil die Kraft nicht von uns selbst kommt, können wir mutiger und fröhlicher werden.

Ich habe der Tagung insofern “gedient”, als ich Mitglied des Redaktionsausschusses war, der den Schlussbericht und weitere Protokolle geschrieben hat. Link dazu siehe oben.

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