St Finian’s goes Classic

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St. Finian’s, Dublin, a beautiful music hub: This was a concert with the German Duo Raffaela Gromes and Julian Riem, organized by musicnetwork.ie

Keep your eyes and ears open for the next one – sometimes we host Irish Music (for instance with Enda Reilly) as well.

 

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Dublin Lions Club

New Challenge for Dublin Lions Club (I was member of Lions Odenwald and was transferred to Dublin Lions Club): Recently we started a support for the Holy Family School for the Deaf, Cabra. The principal and one teacher visited a Lions meeting. Impressive, the language of the deaf. I learnt the Irish one is different to the German. (f.l.t.r: Lions President, Principal of the school, a teacher, Lions Governor)IMG_5008

 

Farewell for Abuna Yohannes

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IMG_4988 (1)Dublin Council of Churches: Sadly we had to say Farewell to Abuna Yohannes (middle) from the Ethiopian Orthodox Church. His Patriarch sent him to Australia working in a parish there. His successor, Abuna Berhane, received a warm welcome. Ecumenism with real friendship is a gift.

New Zealand Terrorism 15-03-2019

Live is wonderful. Diversity is a gift of God and makes the world rich. Murders like those in New Zealand destroy lives, but they can’t destroy friendships and relationships between Religions and People. May all victims of today’s terrorism rest in peace.

Pic shows part of Dublin City Interfaith Forum – meeting of friends from different Religions. This is future!

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Lively City despite Brexit fears

A sunny day of spring in Dublin, view from Westmoreland Dock (1796) to the Liffey: Despite Brexit fears the cranes are back in Dublin. At the left a brand new skyscraper at the place of the old warehouses where the U2-studio was – the cranes disappeared only a few weeks ago. In the background new buildings under construction- north side of the Liffey. Dublin: old, new, full of history, full of life, full of culture (me in front of the new Bord Gais Energy Theatre with the Grand Canal Docks in the back

Ende Januar 2019. Was nun, Großbritannien, Irland und Europa?

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Das ist die Grenze in Irland auf der Autobahn M1 am 27. Januar 2019. Woche für Woche wird das Schild beschmiert, verunstaltet, mit Farbe beworfen. Jetzt steht eine Kamera dahinter.

Im Lauf der Jahre, Monate und Wochen seit der Brexit – Entscheidung ist immer mehr Enttäuschung und Ratlosigkeit zu spüren, in beiden Teilen Irlands. Was ist das nur für eine Politik, die da gemacht wird in London, aufbauend auf ein Referendum, das seinerseits durch falsche Versprechungen genährt wurde: Alle werden Verlierer sein, und am schmerzhaftesten wird die EU-Außengrenze in Irland sein.

Schade, dass bei all den Brexit-Verhandlungen vor allem über Wirtschaft und Abschottung geredet wird, nicht aber über das, was die Idee der Europäischen Union vor allem gebracht hat: Die längste Friedensperiode Europas seit langem und den unglaublichen Schatz freier Bewegung in ganz Europa – allein was das für die Universitäten bedeutet hat, ist unglaublich.

Was sagt man als Pfarrer dazu? Ich versuche immer, Beispiele aus der Bibel zu finden, um die Gegenwart zu deuten und zu verstehen. Ich schaue mir das Parlament in London an und denke manchmal: Meine Güte, ist das verworren – und wie einfach wäre es, ein Mensch würde jetzt einfach bestimmen.

Schaut man sich in den Evangelien um, merkt man, wie schwierig der Umgang unter den Jüngern und mit Jesus war: Sie erzählen weiter, was sie nicht weitererzählen sollen, sie verstehen vieles nicht, sie sind manchmal eitel und selbstsüchtig und wollen immer vorne sein. Aber es ist ein lebendiges Miteinander, bei dem Jesus überzeugen möchte, nicht nur befehlen.

Dasselbe passiert zur Zeit im Englischen Parlament und im Zusammenspiel mit der EU. Gewiss, wir können es alle kaum mehr mit anschauen. Aber das alles ist Demokratie, und Demokratie ist immer ein Ringen um Wahrheiten und Wege. Und wir bekommen die Debatten teilweise live übertragen.

Miteinander reden ist oftmals schwierig und anstrengend. Und die Versuchung lauert immer vor der Tür, nach der starken Autorität zu rufen, nach einem autoritären Jesus genauso wie nach einer mächtigen Führungsgestalt. Aber das ist Demokratie, und wir können dankbar sein, dass wir sie haben in Europa. Die schlechteste Demokratie ist noch besser als Diktaturen wie in Russland, China oder der Türkei, wo einige wenige Privilegierte allen befehlen, wie sie zu leben haben, wo Menschen weggesperrt werden wegen ihrer Meinung und viele in dauernder Angst leben.

Eine schwache und dauernd diskutierende und um Gott und den Glauben ringende Kirche ist vermutlich näher dran am Reich Gottes als eine, die straff durchorganisiert und effizient ist, in der die Menschen aber Angst haben müssen.

Und wie ist es in Irland nun mit den Kirchen? Viele Radiostationen, die bei mir in diesen Tagen anrufen, fragen, ob der Religionskrieg wieder los geht. Zum einen glaube ich das nicht und zum anderen waren die Konfessionen in der Vergangenheit nur der äußere Anstrich des Konfliktes. Die Kernfrage war immer und ist es heute noch: Fühle ich mich als Ire? oder als Brite? Es ist nun mal so, dass die Briten den Protestantismus mitgebracht hatten und so entsteht diese Verbindung und der Eindruck des Religionskonflikts. Aber vor allem ist zu sagen: Durch alle Jahre des Bürgerkriegs bis heute sind alle Kirchen Irlands inselweit organisiert. Manche Bischöfe haben Bistümer halb im Norden, halb im Süden der Insel, und auch mein Kirchengebiet ist genau die irische Insel. Brückenbauer sind die Christen vor allem, und es waren die erst geheimen und dann öffentlichen Begegnungen von katholischen Priestern und protestantischen Reverends, die in Nordirland eine Versöhnung ermöglichten, die noch längst nicht abgeschlossen ist.

Nicht im Politisieren, sondern im Brückenbauen liegt die Aufgabe der Christen in Irland, in einem zunehmend säkularisierten Land. Davon bin ich überzeugt. Sollte es den Brexit geben, müssen wir trotzdem weiter Brücken bauen und dann erst recht. Die Grenzen in den Köpfen der Menschen sind schließlich viel schlimmer als die physischen Grenzen.

15. Januar 2019

Heute fallen zwei Daten zusammen, die verschiedener nicht sein könnten: Vor 90 Jahren wurde der Pastor und Bürgerrechtler Martin Luther King in Atlanta / USA geboren, und heute hat das Parlament in Großbritannien über den Brexit-Deal abgestimmt und ihn abgelehnt.

Unvergessen ist der Traum, von dem Martin Luther King bei seiner Rede im August 1963 spricht, ein Traum, in dem es um Gleichberechtigung der Menschen aller Hautfarben geht. Sein Traum ist wohl deswegen unvergessen, weil sich manches dadurch verändert hat in Amerika und auf der Welt, wenn auch nur sehr langsam und mit vielen Rückschlägen. Es ist der alte Traum der Menschheit, für den auch Jesus steht, der Traum von der Würde eines jeden Menschen und einer gelingenden Gemeinschaft.

Der Brexit, was auch immer daraus wird, offenbart eine tiefe Spaltung in der englischen Gesellschaft: Immer mehr Menschen fühlen sich abgehängt von Wohlstand und Wachstum und haben den Eindruck, keinen Einfluß auf Entscheidungen mehr zu haben. In der Trennung von der Europäischen Union und Konzentration auf das eigene Land schien eine verheißungsvollere Zukunft möglich, und viele glaubten den Versprechungen, man würde dann viel mehr Geld haben. Längst wissen die meisten Menschen in United Kingdom, aber auch in ganz Europa, dass der Traum dieser besseren Zukunft auf Lügen und leere Versprechungen gebaut war.

An Tagen wie heute sind wir eingeladen, den realen Traum von Jesus und Martin Luther King nicht zu vergessen. Träume sind nicht nur Schäume, sie können vielmehr der Beweggrund für und das Ziel von Veränderungen sein.